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18. Feb 2014 40

Mercedes-Benz Classic feiert 120 Jahre Motorsport

Mercedes-Benz Classic wird das Thema „120 Jahre Motorsport“ während des gesamten Jahres immer wieder aufgreifen. Es wird das Leitmotiv für die Teilnahme an ausgewählten Events des internationalen Klassik-Kalenders sein.
Seit seiner Erfindung im Jahr 1886 stellt das Automobil immer wieder seine Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit unter Beweis: Fahrzeuge von Daimler und Benz nehmen schon in der Frühzeit an allen namhaften Veranstaltungen in Europa und anderen Ländern der ganzen Welt teil. Sie gewinnen Rennen und durchbrechen bei Rekordfahrten immer neue Geschwindigkeitsgrenzen. Der Motorsport erlebt seine Geburtsstunde vor 120 Jahren in Frankreich – und die Fahrzeuge auf den ersten Plätzen verdanken den Erfolg ihrem Zweizylindermotor „Système Daimler“. Der in Frankreich in Lizenz gebaute „Moteur système Daimler“ ist die Antriebsquelle für die Automobile von Peugeot und Panhard & Levassor, die bei den Wettfahrten Paris–Rouen und Paris–Bordeaux–Paris die ersten Plätze belegen.
Das Automobil mit Verbrennungsmotor ist erst acht Jahre alt, als es sich am 22. Juli 1894 bei einer 126 Kilometer weiten Zuverlässigkeitsfahrt für „Wagen ohne Pferde“ zwischen Paris und Rouen in Frankreich einem ersten öffentlichen Wettbewerb stellt. Die Auslese im Vorfeld ist hart: 102 Fahrzeuge bewerben sich um einen Startplatz, nur 21 werden schließlich zugelassen. Von ihnen erreichen 17 das Ziel, 9 davon werden von einem in Lizenz gebauten Daimler-Motor angetrieben, darunter die Erstplatzierten. Die nach den Originalplänen von Gottlieb Daimler gebauten 2,6-kW(3,5 PS)-Maschinen ermöglichen eine Durchschnittsgeschwindigkeit von bis zu 20,5 km/h. Den ersten Platz dieser ersten Motorsport-Veranstaltung der Geschichte teilen sich je ein Fahrzeug von Panhard-Levassor und der Gebrüder Peugeot, beide vom „Moteur système Daimler“ angetrieben. Für Gottlieb Daimler ist es ein besonderer Freudentag: Denn dem Publikum und der Fachwelt in Europa wird eindrucksvoll bestätigt, dass sein universell einsetzbarer, schnell laufender Benzinmotor sich im Ringen vielfältiger Antriebssysteme für Automobile durchgesetzt hat.
Auf diese ganz frühen Sternstunden folgen zahlreiche weitere Rennsport-Ereignisse, die für die Erfolgsgeschichte der Marke Mercedes-Benz von entscheidender Bedeutung sind. Das sportliche Engagement lässt sich im Rückblick auch immer wieder als Antrieb der rasanten Weiterentwicklung der Fahrzeugtechnik identifizieren. 

Erster Dreifachsieg in der Geschichte des Motorsports.

Am 4. Juli 1914 erzielt die Daimler-Motoren-Gesellschaft beim französischen Grand Prix in Lyon einen triumphalen Dreifachsieg von Christian Lautenschlager, Louis Wagner und Otto Salzer. Das Rennen wird auf einem 37,6 Kilometer langen Rundkurs südlich von Lyon durchgeführt. Die Daimler-Motoren-Gesellschaft tritt mit ihrem neu entwickelten Grand-Prix-Rennwagen an. 20 Runden über gut 750 Kilometer sind auf dem schwierigen Kurs zurückzulegen, dabei sieht sich Mercedes einer vermeintlich übermächtigen Konkurrenz gegenüber – vor allem Peugeot und Delage aus Frankreich, Sunbeam aus England und Fiat aus Italien. Theodor Pilette und Max Sailer müssen nach technischen Problemen aufgeben, doch Christian Lautenschlager, Louis Wagner und Otto Salzer fahren nach mehr als sieben Stunden mit den verbleibenden Wagen ganz nach vorn: Der erste Dreifachsieg der Motorsportgeschichte ist perfekt.
Christian Lautenschlager und Beifahrer Hans Rieger mit Mercedes 115-PS Grand-Prix-Rennwagen. Sieger beim Großen Preis von Frankreich bei Lyon, 4. Juli 1914.

Christian Lautenschlager und Beifahrer Hans Rieger mit Mercedes 115-PS Grand-Prix-Rennwagen. Sieger beim Großen Preis von Frankreich bei Lyon, 4. Juli 1914.

Das Reglement sieht eine Hubraumbegrenzung auf 4,5 Liter vor. Der Mercedes  Grand-Prix-Rennwagen hat einen völlig neu konstruierten Vierzylindermotor mit oben liegender Nockenwelle sowie zwei Einlass- und zwei Auslassventilen pro Zylinder – erstmals wird damit die Vierventiltechnik in einem Mercedes-Motor verwirklicht. Der Rennmotor erreicht eine Höchstleitung von 78 kW (106 PS) bei der revolutionär hohen Drehzahl von 3.100/min.

Historischer Doppelsieg der W 196 R

Der Rennwagen W 196 R, der zunächst in einer futuristisch anmutenden Stromlinienverkleidung entsteht, hat einen Saugmotor mit 2.497 Kubikzentimeter Hubraum und desmodromischer (zwangsweiser) Ventilsteuerung. Zu Saisonbeginn leistet er maximal 188 kW (256 PS), seine Höchstgeschwindigkeit liegt zunächst bei rund 275 km/h. Beim Großen Preis von Frankreich in Reims steht die neue „Stromlinie“ erstmals am Start. Bereits im Training haben die voll verkleideten W 196 R die schnellste Zeit gefahren, bei ihrem Renndebüt am 4. Juli in Reims übertreffen sie die Erwartungen von Publikum und Konkurrenz. Denn der neu verpflichtete argentinische Fahrer Juan Manuel Fangio, der Weltmeister von 1951, und Karl Kling fahren einen triumphalen Doppelsieg ein. Dieser sensationelle Erfolg hat auch eine historische Bedeutung: Seit dem Dreifachsieg von Lautenschlager/ Wagner/Salzer in Lyon sind exakt 40 Jahre vergangen.
Mercedes-Benz W 196 R Grand-Prix-Rennwagen Stromlinie von 1954

Mercedes-Benz W 196 R Grand-Prix-Rennwagen

Quelle: Mercedes Benz
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