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24. Sep 2013 10

Mercedes-Benz SSK und AMG 300 SEL 6.8 bei Bergpreis Roßfeld Berchtesgaden

Bei der Premiere des Internationalen Edelweiß Bergpreises Roßfeld Berchtesgaden (27. bis 29. September 2013) starten Jochen Mass auf einem Mercedes-Benz SSK (W 06) und Karl Wendlinger auf dem AMG 300 SEL 6.8, dem "Roten Riesen". Beide Typen sind mit glänzenden Motorsport-Meriten ausgestattet.
Der Internationale Edelweiß Bergpreis Roßfeld Berchtesgaden auf der Roßfeld-Höhenstraße zwischen Berchtesgaden und Salzburg erinnert an die große Zeit der Bergrennen in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Der Stern von Mercedes-Benz leuchtet damals hell in den internationalen Wettbewerben dieser Disziplin: Für die Stuttgarter Marke gewinnen Rudolf Caracciola und Hans Stuck in den Jahren 1930 bis 1932 dreimal den Titel des Europäischen Bergmeisters für Sportwagen. In den Jahren 1930 und 1931 wird Caracciola, damals Chefpilot der Mercedes-Benz Rennabteilung, europäischer Bergmeister. 1932 geht der Titel dann an Stuck, der auf Mercedes-Benz SSKL Alpenmeister wird. Als Vertreter dieser Zeit schickt Mercedes-Benz Classic den SSK zum Internationalen Edelweiß-Bergpreis, pilotiert von Jochen Mass.

Das zweite Fahrzeug, der AMG 300 SEL 6.8 (W 109) mit Karl Wendlinger am Steuer, rückt eine jüngere Facette der Motorsportgeschichte in den Vordergrund. Zugleich ist er ein glanzvoller Vertreter der Historie der Marke AMG. Der rot lackierte Renntourenwagen feierte 1971 bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps seinen größten Triumph.

Erinnerung an glänzende Wochen

Bergrennen auf der Schotterstraße, die von Berchtesgaden auf den Obersalzberg führt, werden zuerst von 1925 bis 1928 ausgetragen. Dieser Wettbewerb für Autos und Motorräder trägt den Namen Salzbergrennen. Das Roßfeldrennen greift diese Tradition in den 1950er- bis 1970er-Jahren wieder auf. Unter anderem startet auch Jochen Mass in den Jahren 1969 und 1971 bei diesem Rennen, das damals als Lauf zur Berg-Europameisterschaft gewertet wird. „Das Roßfeld hatte für mich immer schon eine hohe Qualität“, sagt der Mercedes-Benz Classic Markenbotschafter deshalb heute über die geschichtsträchtige Strecke. „Landschaft und Motorsport kommen hier auf besondere Weise zusammen.“

Der Internationale Edelweiß Bergpreis Roßfeld Berchtesgaden 2013 erinnert an beide glänzende Epochen der Bergrenn-Tradition. Die Premiere startet am Freitag (27. September) mit der Abnahme und Präsentation der Fahrzeuge in Berchtesgaden. Am Samstag (28. September) stehen dann die Trainingsläufe an. Der Bergpreis wird schließlich am Sonntag (29. September) in drei Wertungsläufen entschieden. Ein umfangreiches Rahmenprogramm sorgt für zusätzliche automobilgeschichtliche Faszination.
Mercedes-Benz SSK 27/170/225 PS (Baureihe W 06), 1928

Mercedes-Benz SSK 27/170/225 PS (Baureihe W 06), 1928

Mercedes-Benz SSK 27/170/225 PS (Baureihe W 06), 1928

Von den Sechszylinder-Kompressor-Sportwagen der Mercedes-Benz S-Reihe ist der Typ SSK (W 06) die exklusivste und faszinierendste Ausführung. Die Modellbezeichnung steht für Super-Sport-Kurz und bringt neben der besonderen Sportlichkeit auch den verkürzten Radstand zum Ausdruck. Im Sommer 1928 gewinnt Werksrennfahrer Rudolf Caracciola mit dem brandneuen SSK auf Anhieb das Gabelbachrennen und die Rennen auf den Schauinsland und den Mont Ventoux. 1930 und 1931 verhilft ihm der SSK zum Gewinn der Europa-Bergmeisterschaft. Die gewichtsreduzierte und nochmals leistungsgesteigerte Version von 1931, auch als SSKL (Super-Sport-Kurz-Leicht) bekannt, erzielt ebenfalls spektakuläre Erfolge. Zu den bedeutendsten zählt der Sieg beim legendären 1000-Meilen-Rennen „Mille Miglia“: Das strapaziöse Straßenrennen von Brescia nach Rom und zurück gewinnt Rudolf Caracciola auf SSKL im April 1931 als erster nicht aus Italien stammender Fahrer.

Technische Daten Mercedes-Benz Typ SSK 27/170/225 PS Straßenversion
Produktionszeitraum: 1928-1930
Zylinder: R6
Hubraum: 7.065 Kubikzentimeter
Leistung: 526 ;0 (170 PS), mit Kompressor 56 ;0 (225 PS) bei 3.300/min
Höchstgeschwindigkeit: 192 km/h
AMG 300 SEL 6.8 (W 109), 1971

AMG 300 SEL 6.8 (W 109), 1971

AMG 300 SEL 6.8 (W 109), 1971

Auf dem Renntourenwagen AMG 300 SEL 6.8 erringen Hans Heyer und Clemens Schickentanz beim 24-Stunden-Rennen im belgischen Spa am 24. Juli 1971 völlig überraschend einen Klassensieg und belegen den zweiten Platz im Gesamtklassement. Entstanden ist das Siegerauto bei der seinerzeit noch weitgehend unbekannten Firma AMG, die 1967 von Hans Werner ufrecht und Erhard elcher, roßaspach, unter der Bezeichnung „Ingenieursbüro, Konstruktion und Versuch zur Entwicklung von Rennmotoren“ gegründet wird. Grundlage für die Modifikation ist der Mercedes-Benz 300 SEL 6.3 – mit einer Leistung von 250 PS (5< ;0) schon ein absolutes Ausnahme-Automobil seiner Zeit. Doch Aufrecht und Melcher machen das seinerzeit schnellste deutsche Serienautomobil noch stärker: Der Hubraum wächst von 6.330 Kubikzentimeter auf 6.835 Kubikzentimeter, die Leistung des verbesserten V8-Motors steigt auf 428 PS (56 ;0). Der Rennerfolg in Spa bringt den Durchbruch für AMG, zahlreiche weitere Siege folgen. Bis heute trägt das Auto den Kosenamen "Roter Riese". Das Originalfahrzeug von 1971 existiert nicht mehr, doch 2006 ist der AMG 300 SEL 6.8 als detaillierte Rekonstruktion wieder aufgebaut worden.

Jochen Mass

Geboren am 30. September 1946 in Dorfen bei Starnberg 
Jochen Mass, ursprünglich Seemann, beginnt seine abwechslungsreiche Karriere im Motorsport 1968 mit Tourenwagen-Rennen für Alfa-Romeo und als Werksfahrer bei Ford in den Jahren 1970 bis 1975. In dieser Zeit (1972) gewinnt er die 24 Stunden von Spa-Francorchamps. Parallel dazu engagiert er sich in der Formel 2 (1973) und in 105 Grands Prix der Formel 1 (1973/74 mit Surtees; 1975 bis 1977 mit McLaren; 1978 mit ATS; 1979/80 mit Arrows; 1982 mit March). 
Mit dem Titel des Deutschen Sportwagen-Meisters 1985 und seiner Tätigkeit als Werksfahrer bei Porsche bis 1987 im Gepäck wird er Werksfahrer im Team Sauber-Mercedes. Bis 1991 fährt er für dieses Team in der Gruppe C. Im neuen Silberpfeil, dem Sauber-Mercedes C 9, siegt Jochen Mass mit Manuel Reuter und Stanley Dickens beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans und schafft die Vizeweltmeisterschaft 1989. Drei Jahre später wechselt Mass in das Team-Management der DTM. 
Seitdem ist er bei all seinen Auftritten ein höchst potenter Botschafter der
Geschichte von Mercedes-AMG.

Sir Stirling Moss beschreibt ihn als „einen Fahrer mit einem enormen Gefühl für Rennwagen und mit hohem Sachverstand, der mit der Renngeschichte aller Epochen vertraut ist“. Und so kommt es nicht von ungefähr, dass Jochen Mass heute für Mercedes-Benz bei historischen Veranstaltungen am Start ist. Ob im Silberpfeil W 125 oder im Mercedes-Benz Typ SSK – Jochen Mass kennt und fährt sie alle. 

Karl Wendlinger

Geboren: 20. Dezember 1968 in Kufstein, Österreich 
Der Einstieg in den Motorsport gelang Karl Wendlinger als Vierzehnjähriger im Kartsport. 1989 gewann er den Titel in der deutschen Formel-3-Meisterschaft. In den Jahren 1990 bis 1991 gehörte der Österreicher neben Michael Schumacher und Heinz-Harald Frentzen zum Mercedes-Juniorteam und ging in der Sportwagen-Weltmeisterschaft an den Start. 1991 wechselte er in die Formel 1. Ab 1994 fuhr Wendlinger zusammen mit Heinz-Harald Frentzen für das Team Sauber-Mercedes. Es folgten Engagements in der DTM, der Formel 3000 und bei den 24 Stunden von Le Mans. Zu seinen wichtigsten Erfolgen auf der Rennstrecke zählen der Gewinn der FIA-GT-Meisterschaft (1999), der 1. Platz bei den 24 Stunden von Le Mans in der GTS-Klasse (im gleichen Jahr), der Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Daytona im Jahr 2000 und der 2. Platz beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring (2003). Von 2004 bis 2011 startete Karl Wendlinger in der FIA-GT-Meisterschaft für verschiedene Teams, 2007 wurde er mit Jetalliance Racing Vizemeister. Seit 2012 ist Karl Wendlinger AMG Markenbotschafter und Instruktor der AMG Driving Academy Frankreich.
Quelle Text + Bild: Mercedes Benz
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